Montag, 9. Januar 2012

Meine Top 5 des Filmjahres 2011

Wenn auch etwas spaeter als die meisten, liste ich auch nochmal kurz meine fuenf Favoriten aus dem vergangenen Jahr auf. Here we go.


5.
Planet der Affen: Prevolution
Regie: Rupert Wyatt
Trailer hier.








Hier war ich lange am ueberlegen, welchem Film ich den 5. Platz widmen soll. Ich schwankte zwischen ebenjenem "Planet der Affen: Prevolution" und "Barney's Version" mit Paul Giamatti, welcher mir im Grunde ebenso gut gefiel und fuer mich ein wahres Highlight im Jahr 2011 darstellte.

Es darf aber eben auch gerne mal ein Blockbuster in der Liste vertreten sein. Joe Wright beweist mit diesem Film, dass nicht jeder Blockbuster absolut herz- und hirnlos sein muss. Allein die Tatsache, dass man mit einem animierten Wesen mehr mitfiebert, als mit seinen eigenen Artgenossen soll schon was verheißen. Andy Serkis hat hier zudem mal wieder sein Talent als Motion Capture Star unter Beweis gestellt und es ist fraglich, ob Caesar aehnlich glaubhaft aufgenommen worden waere, wenn den Job jemand anderes gemacht haette. Natuerlich gibt es neben dieser emotionalen Ebene auch viele tolle Schauwerte und nette Action zu bieten, die zu ueberzeugen wissen, wenngleich James Franco dadurch bspw. etwas der Spielraum genommen wird. Insgesamt eine absolute Empfehlung und tolle Unterhaltung, die ans Herz geht.


4.
Black Swan
Regie: Darren Aronofsky
Trailer hier.


Eindringlicher und hoechst atmosphaerischer Thriller, der zu großen Teilen von seiner Inszenierung (Aronofsky hats einfach drauf!) und seiner grandiosen Hauptdarstellerin lebt. Portman hat den Oscar eindeutig verdient. Das Gerede im Hintergrund, was ihre Leistung angeht und dass sie evtl. gar nicht so viel selbst getanzt hat, als man denkt, lasse ich einfach mal an mir abprallen.
Ein hypnotischer Film, der mich voll in seinen Bann ziehen konnte und mir mehr als einmal eine Gaensehaut bereitete.


3.
Wer ist Hanna?
Regie: Joe Wright 
Trailer hier.








Fuer mich so ziemlich die Ueberraschung des Jahres. Vorher hatte mich der Film gar nicht sonderlich interessiert. Keine Clips, Werbung, News beachtet und vielleicht einmal den Trailer gesehen.
Umso beeindruckter war ich nach der Sichtung. Tolle Hauptdarstellerin in einem perfekt inszenierten Thriller, der zwischendurch auch mal ein Augenzwinkern fuer den Zuschauer bereit haelt. Untermalt wird das Ganze mehr als passend
 durch den Soundtrack der "Chemical Brothers". War uebrigens fuer mich die erste Begegnung mit der amerikanisch-irischen Jung-Darstellerin Saoirse Ronan. Werde demnaechst also noch einige Filme nachholen.


2.
How I Ended This Summer
Regie: Alexei Popogrebsky
Trailer hier.









Dieser Film duerfte nicht sonderlich vielen Leuten bekannt sein, zumindest nicht in unseren Gefilden. Der russische Film beeindruckt durch eine atemberaubende Bildgewalt. Ebenso faszinierend ist das psychotische Spiel der beiden Hauptdarsteller, die im Großen und Ganzen auch die einzigen Darsteller des Films sind. Das sich stetig, dafuer in zunaechst ruhigen Toenen, ausbauende Katz-und-Maus Spiel in der Arktis wurde brillant auf die Leinwand gezaubert. Man sollte seine Skepsis ueber Bord werfen und sich schnellstmoeglich ueber diese Filmperle hermachen. Großes Kino aus Russland.


1.
Bellflower
Regie: Evan Glodell
Trailer hier.

Einfach nur gewaltig, was Regie-Neuling Evan Glodell hier mit seinem Debut hingelegt hat. Mit gerade mal 17.000 US-Dollar realisierte er den Film, was man diesem wiederum absolut nicht ansieht. Beachtlich ist auch, dass Glodell gleich fuer mehrere Parts verantwortlich ist: Regie, Drehbuch, Schnitt und Hauptdarsteller!
Der Film selbst tarnt sich zunaechst als ein Indiedrama bzw Indiekomoedie, welcher als solcher aber bereits ungewoehnliche Toene anschlaegt und irgendwie "anders" wirkt und eine besondere Stimmung vermittelt, die das Interesse, zumindest bei mir, gewaltig ansteigen laesst. Ohne zu viel zu verraten zu wollen: Der Film macht dann in der Mitte einen ploetzlichen Wandel und entwickelt sich in eine gaenzlich andere Richtung.
Dass so gut wie alle tragenden Schauspieler mit "Bellflower" gerade mal die erste Schauspielrolle inne hatten, verblueffte mich umso mehr, da die vier Protagonisten ausnahmslos ueberzeugen koennen.
Was auch hier ueberzeugen kann, fuer mich sogar noch mehr als bei "Wer ist Hanna?", ist der Soundtrack. Der Score von Jonathan Keevil, welcher gleichzeitig sein erstes Album darstellt, ist ein Genuss. Gleiches gilt fuer die restliche Songauswahl. Darunter findet sich auch das ein oder andere Lied von den "Chromatics", die durch Nicolas Winding Refn's "Drive" schon auf sich aufmerksam machen konnten.

Witzig, emotional, sympathisch, packend, verstoerend... "Bellflower" ist anders. "Bellflower" ist genial. "Bellflower" ist, und das sage ich nun wirklich, auch wenn man mit dem Wort vorsichtig sein sollte, was Filme angeht, in meinen Augen ein Meisterwerk.

Fuer mich ist Bellflower der beste Film des Jahres 2011 und ich hoffe, dass sich noch viele diesen Film ansehen werden, denn er hat's wirklich verdient. Am 30. Maerz erscheint er laut Amazon hierzulande uebrigens fuers Heimkino.



Zu guter letzt folgen Filme, die noch eine besondere Erwaehnung finden:
Super 8, Rubber, Sucker Punch, Barney's Version, The Man From Nowhere, Batman: Year One, 13 Assassins, Troll Hunter, Real Steel, The Veteran, Rango, X-Men: Erste Entscheidung


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